Workshop mit Toni Wirthmüller

Vom Verhüllen und Entblößen
Das Spiel mit den Identitäten

Ein Workshop mit TONI WIRTHMÜLLER

Be- und Verkleiden gehören zum festen Bestandteil unseres Alltags. Materialität, Form, Bestimmung und Gebrauch sind hierbei entsprechend vielfältig. Welche Umstände veranlassen den Menschen dazu, den Körper zu verhüllen und welche Gestaltungsmöglichkeiten bieten sich dabei an? Neben dem Wärme- oder Kälteschutz eröffnet das Verhüllen auch die Möglichkeit, in andere Rollen zu schlüpfen - sei es, um sich massentauglich zu uniformieren oder mit der eigenen Identität zu spielen. Die zweite Haut kann somit sehr variantenreich zur individuellen Persönlichkeitsprofilierung eingesetzt werden – nicht zuletzt durch entsprechende Inszenierungen und Postings in den sozialen Medien .

Seit der Pandemiezeit gehört die Gesichtsmaske zum selbstverständlichen Erscheinungsbild unseres Alltags. In asiatischen Ländern ist das Tragen solcher Masken zum Schutz vor Smog und Viren schon lange eine gängige Praxis. Aber sie werden dort auch zunehmend als Schutz vor Kontrolle und Überwachung eingesetzt. Auch in der aktuellen Kunst findet diese Thematik eine entsprechende Resonanz in der Auseinandersetzung mit den paradoxen Möglichkeiten des Zeigens und Verbergens, die mit dem Maskieren, bzw. Demaskieren, der Verschleierung und der digitalen Selbstoptimierung einhergehen. Fiktive Identitäten geben den Menschen die Option, in verschiedene Rollen zu schlüpfen und somit in künstlichen Profilen zu agieren, in einer Gesellschaft, die ohne Unterlass real und virtuell neue Gesichter hervorbringt.

Im Workshop spüren wir der Frage nach, welche Formen der Verhüllung aber auch Entblößung, bzw. Offenbarung für uns Relevanz haben, welche Rollen wir womöglich spielen oder in welche wir uns gerne mal begeben möchten? Wie können wir die Ideen zeichnerisch-malerisch auf dem Papier, der Leinwand, aber auch als Objekt dreidimensional umsetzen?  In einem experimentellen Prozess entwickeln wir dabei eine spielerisch-kreative Vorgehensweise.

Welche Materialauswahl treffen wir hierzu? Lässt sich aus Dingen unseres täglichen Lebens, wie z.B. eigene Kleidungsstücke, Fotos, Verpackungsmaterial etc. und deren künstlerischer Neubestimmung eine spannende Aneignung und Bearbeitung des Themas bewerkstelligen? Womöglich entwickelt sich daraus auch eine performative Umsetzung?

Geeignet für Anfänger:innen und Fortgeschrittene.
TeilnehmerInnenanzahl: min 10 / max 12

Termin: Sa 24.1. – So 25.1. 2026
Zeit:     10.00 – 18.00 Uhr (inkl. Pausengestaltung)

Kosten: € 220,-
            € 200,- für Studierende der Akademie

Anmeldung per Email an: info@akademie-kaernten.info
Anmeldeschluss: 6.12.2025

Der Seminarplatz ist nach Bestätigung durch die Akademie und dem Einlangen des Seminarbeitrages am Konto der Akademie IBAN AT47 3900 0000 0523 1337 fixiert.
Sollte in weiterer Folge ein Rücktritt notwendig werden, ist dies durch die Nennung eines Ersatzmitgliedes oder ein Nachrücken von TeilnehmerInnen aus der Warteliste möglich. 

Der Kurs ist ausgebucht. Vormerkungen für die Warteliste sind möglich.